Hannibal. 18 !
tcrhin den Kampf desto kräftiger wieder zu beginnen. Erkam mit ihm zu einer Unterredung zusammen, aber über dieBedingungen nicht überein. Wenige Tage hierauf lieferte ergegen ihn die Schlacht bei Zama. Geschlagen hier, kam er —cs ist unglaublich zu sagen — in zwei Tagen und zwei Näch-ten in Hadrnmctum an, das ungefähr dreimal hundert tausendSchritte von Zama entfernt ist. Auf dieser Flucht machtendie Numidier, die mit ihm aus der Schlacht gekommen wa-ren, einen Anschlag auf ihn, er aber entging nicht nur dem-selben, sondern überwältigte sogar sie selbst. In Hadrume-tum sammelte er den Ueberrest, der von der Flucht sich ein-fand. Durch neue Aushebungen hatte er in wenigen Tagenviele Mannschaft zusammengebracht.
7. Noch war er mit Rüstungen aufs eifrigste beschäf-tigt, als die Karthager mit den Römern Frieden schloffen.Hannibal führte nichts desto weniger den Oberbefehl überdas Heer fort, und blieb in Verbindung mit seinem BruderMago in Afrika thätig bis auf das Consulat des PubliusSulpitius und Casus Aurelius. Unter der Regierung Der-selben erschienen Gesandte der Karthager zu Rom, um demRömischen Senat und Volk ihren Dank für den mit ihnenabgeschlossenen Frieden und dafür eine goldene Krone alöGeschenk darzubringen, und zugleich die Bitte vorzutragen,daß ihre Geisel*) in Fregellä sin Latiums seyn dürftenund ihre Gefangenen zurückgegeben werden möchten. Dieseerhielte» einem Senatsbeschluffe gemäß die Antwort: ihrGeschenk sey angenehm und werde mit Wohlgefallen ange-
*) Die sie für die Haltung des Friedens gegeben hatten.