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Cornelius Nepos.
Kriege war, so fand er doch für gut, auf den Frieden hinzu-arbeitcn, da er für sein durch die Kriegskosten erschöpfte«Vaterland die Unmöglichkeit sah, die Leiden des Kriege«länger auszuhalten; doch knüpfte er Hiera» auch gleich denGedanken, sobald man sich nur etwas wieder erholt hätte,den Krieg wieder zu beginnen und die Römer so lange zubekämpfen, bis sie entweder einen entschiedenen Sieg erlan-gen oder sich für besiegt erkennen würden. Dieser Ansichtgemäß schloß er Frieden, zeigte aber bei der Unterhandlungdesselben einen so wilden Trotz, daß er, als Katnlus*) seineEinwilligung zum Friede» nur unter der Bedingung gebenwollte, daß er mit seinen Truppen, welche Eryx besetzt hiel-ten, die Waffen niederlegen und von Sicilien abziehen würde,erklärte, daß er lieber unter den Trümmern seines Vater-landes selbst untergehen, als mit solcher Schmach in dieHei-math zurückkehren werde. Seiner Tapferkeit stehe es nichtan, die Waffen, die ihm sein Vaterland gegen die Feinde indie Hände gegeben, den Feinden auszuliefern. Katnlus mußteder Unbeugsamkeit dieses Mannes nachgeben.
2. Bei seiner Ankunft zu Karthago fand er übrigensden Staat in einer ganz andern Lage, als er sich versprochenhatte. Aus der langen Dauer des leidenvollen Kriegs nachaußen entzündete sich ein so bedeutender innerer Krieg, daßKarthago, außer damals wo es zerstört wurde, nie in einersolchen Gefahr schwebte. Zuerst empörten sich die Söldlinge,die man gegen die Römer gebraucht hatte; ihre Stärke be-lief sich auf zwanzig tausend Mann. Diese verleiteten ganz
*) Beiname des eben erwähnten Römischen Consuls.