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Cornelius Nepoö.
die Frage vor, Wer denn seine Freunde seyn sollten, wenner dem Eumenes das Leben schenken würde? Denn neben Eu-menes würden sie nicht mehr in seiner Umgebung bleiben.— So deutlich sich Antigvnus hierdurch von den Gesinnun-gen des Kriegsraths überzeugt hatte, so behielt er sich dochmoch sieben Tage Bedenkzeit vor. Doch nach Verfluß dersel-ben gab er aus Besorgniß vor einem Aufstande des HeersBefehl, Niemand mehr zu ihm zu lassen und im feine täg-liche Nahrung zn entziehen. Er erklärte, an Denjenigen, dereinst sein Freund gewesen, keine gewaltsame Hand anlegenlassen zu wollen. Indessen blieb EumeneS nicht mehr alsdrei Tage den Leiden des Hungers ausgeseyt. Beim Auf-bruche des Lagers wurde er ohne Antigvnus Wissen von denWachen erdrosselt.
15 . Auf eine solche Art endigte denn Eumenes in einemAlter von fünf und vierzig Jahren sein Leben. Seit seinemzwanzigsten Jahre war er, wie ich schon oben gezeigt habe,sieden Jahre im Dienste Philipps gewesen, hatte dreizehnJahre laug bei Alexander den nämliche» Posten bekleidet,und von diesem ein Jahr lang die Reiterschwadron der Leibwachebefehligt, nach Alexanders Tod aber als Feldherr Heere an-geführt, mit welchen die größten Feldherrn theils geschlagen,theils gelüstet worden waren, und war endlich Antigvnus'Gefangener nicht durch dessen Tapferkeit, sondern durch derMacedonier Meineid geworden. Welches Gewicht dieserMann in Len Augen aller Derjenigen hatte, welche nachAlexander dem Großen sich zu Königen erklärt haben, kannman am leichtesten daraus beurtheilen, daß so lange Eume-ues lebte, Keiner derselben sich König, sondern Befehlshaber