Pelopidas. 1SL
nie durch eine so klein beginnende Unternehmung eine so be-deutende Macht gestürzt worden. Von den mit der Verban--nung Belegten vereinigten sich nur zwölf junge Männer, wäh-rend es im Ganzen nicht mehr als hundert waren, die sich zneiner so gefahrvollen Unternehmung anboten. Diese kleineZahl war es, die der Macht der Lacedämonier den vernich-tenden Stoß gab. Den» nicht blos der Gegenpartei, sonderneben sowohl den Spartauern galt der Angriff, welche denVorrang in ganz Griechenland hatten, und deren Herrscher-große durch diese Unternehmung, so wie nicht lange darausdurch die Schlacht bei Leuktra den Todesstoß erhielt undvöllig stürzte. Die Zwölf gingen, Pelopidas an der Spitze,um mit Einbrüche des Abends Theben erreichen zu können»Morgens von Athen ans, mit Jagdhunden, Jagdneye in derHand, in ländlicher Kleidung, um mit desto weniger Ver-dacht ihren Weg fortseyeu zu können. Als sie zur beabsich--tigten Zeit angekommen waren, nahmen ste ihre Unterkunftbei Charon, der ihnen Tag und Stunde bezeichnet hatte.
5. Ich möchte hier, ob es gleich meinem Zwecke fremdist, die Bemerkung einflechten, wie unheilbringend gewöhn-lich ein allzu großes Selbstvertrauen ist. Es kam auf derStelle vor die Ohren der obrigkeitlichen Behörden von The-ben, daß die Verbannten herein seyen. Dem Wein undSchmaus ganz hiugegeben, blieben sie so gleichgültig darüber,daß ste sich nicht einmal die Mühe gaben, über eine so wich-tige Sache nur nähere Nachfrage zu halten. Noch geselltesich ein Umstand dazu, der ihre Besinnungslosigkeit noch mehrins Licht setzte. Einem Derselben, Namens Archias, der da-
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