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Fünfunddreiß > gster Gesang.
78 .
Wie ste vorhin zu reden angefangen,
Erhob die holde Jungfrau das Visir;
Und kaum sieht Ferragu die schönen Wange»,
So fühlt er schon sich halb besiegt von ihrUnd redet zu sich selbst mit leisem Bangen:
Ein Paradieses-Engel scheint er mir;
Und ehe mir sein Speer berührt die Glieder,
Wirft mich sein schönes Auge schon danieder.
79 .
Sie nahmen Raum, und wie die andern Beiden,So flog auch Ferragu vom Sattel fort.
Die Jungfrau hielt den Renner ihm bescheidenUnd sprach zu ihm: Kehr' um und halte Wort.Voll Schaam kehrt' er zurück zum Heer der Heiden;Er fand den Rüd'ger auf der Mauer dortBei Agramant, und eilt' ihm anznsagen,
Der Ritter wolle jetzt mit ihm sich schlagen.
80 .
Und Rüdiger, nicht wissend, wer zum KriegenIm offnen Feld die Ladung an ihn thnt,
Wird hoch erfreut, wie schon gewiß zu siegen,
Und fordert Blech und Ring mit rascher Glut;
Denn daß er Jene sah vom Sattel fliegen
Durch mächt'gen Stoß, benimmt ihm nicht de» Muth.
Wie er sich rüstet, auszieht, was im Gange
Der Ding' erfolgt, dies bleibt dem nächsten Sange.