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Theil 4 (1851)
Entstehung
Seite
231
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Fünfund dreißigster Gesang, 275.

Als er zum Stechen gegen sie sich wandte,

Begrüßten Beide sich mit Höflichkeit,

Wen» ich es wissen darf, sprach Bradamante,

So seyd so gut, und sagt mir, wer ihr seyd.lind als ihr Ferragn den Namen nannte,

Den er z» nennen immer war bereit,

Versetzte sie: Euch will ich's nicht versagen,

Doch lieber würd' ich mich mit Andern: schlagen»

76.

Mit wem? sprach Ferragn; sie sagte leise:

Mit Rüdiger::; doch wie sie dieses spricht,

Deckt zartes Rosenrotst, anmuth'ger Weise,

Mit Heller Glut ihr schönes Angesicht.

Sie fügt hinzu: Von seinem hohen PreiseWard ich hieher gelockt, ich läng::' es nicht.

Nichts wünsch' ich sonst, nichts ist, was so mich zöge,Als zu erspähn, was er im Kampf vermöge.

77.

Ganz einfach ließ sie diese Worte gehen,

Wobei wohl Mancher Arges sich gedacht.

Doch Ferragn versetzt: Erst laß uns sehen,

Wer in der Kriegskunst weiter es gebracht.Geschieht auch mir, was Viele« schon geschehen,Dann, um zu bessern, was ich schlimm gemacht,Mag jener edle Ritter sich bereiten,

Mit welchem du so sehr verlangst zu streiten.