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Ist Cönen wirklich ermordet worden? : Eine Frage an Zergliederer ; Nebst allen darauf Bezug habenden Aktenstücken
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nicht voi langem, dein hohen Assisenhoft Beweise gege-ben. H, Hinsicht des Hrn. v. Walther bemerke ich,daß sich derselbe als einen der treuen Anhänger deSGriechischen Philosophen Pyrrhon bewiesen hat, die Al-les betrachteten, Alles untersuchten, aus Allem folger-te» , Alles bestritten, und an Allem zweifelten; die Ih-ne» glauben machen mochten, Sie scyen nicht da, wennSie sich gleich mit den Händen fühlen können; glücklichder, welcher im Skepü'cismus seine Beruhigung sinket!Aber, meine HH. Geschworncn, wenn in der ganzenNatur keine mmhcmatische Gewißheit ist, so ist sie esam wenigsten in der Medizin. (Sie hören, m. Herren,ich spreche auch nicht pro stoino,) weil die Medizinvorzüglich auf Erfahrung beruht. Indessen hat manans dieser Eorollarien gebildet, welche bei uns die Stelleder Gesetze so lange vertreten, dis sie wieder abgeschafftund durch bessere ersetzt werden. Das höchst erreich-bare, das höchst wahrscheinliche, oder das, was derWahrheit am nächsten steht, muß ich sonach für dasWahre halten; und nach dieser Ueberzeugung habe ichmich ausgesprochen. Ich war freilich auch nicht zu-gegen , als Cönen den Schlag mit dem Vandmeffer be-kommen haben soll; ich habe es nicht gesehen, aber alledie Zeichen, Erscheinungen und Folgen, einzeln und imZusammenhänge betrachtet, geben mir den Grad derWahrscheinlichkeit, dem keine Unwahrscheinlichkeit entge-gensteht . daß ich mich, ruhig mit der Hand auf mei-nem Herzen, darnach aussprach. Noch einen Punkt:Hr. v. Walther eignet sich dreimal wiederholt das Ver-dienst zu, die Geronnenheit des Bluts, als Hauptcrite-rinm zur Sprache gebracht zu haben. Diese pelitioprirmipö will ich ihm sehr gerne einräumen; weil der