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Ist Cönen wirklich ermordet worden? : Eine Frage an Zergliederer ; Nebst allen darauf Bezug habenden Aktenstücken
Entstehung
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meiner HH. College,, Erklärung vom gestrigen Nach-mittag, daß nämlich das Blut i» den Blutaustretun-gen sowohl, als in den von uns durchschnittenen Ge-fäßen geronnen, und allein das in die Brusthöhlen er-gossene Blut flüssig war, zugegeben, daß dem Verstor-benen Conen, die mit Blutaustretung verbundenen Ver-letzungen am Kopfe und Halse nichtwahrscheinlich,"sonderngewiß" im Leben beigebracht worden seyen.ES ist ferner von Herrn von Walther heute behauptetworden, daß das Gehirn spater, als andere Einge-weide in Fäulniß übergehe, und er hat zum Beweiseeinen Fall angeführt, in welchem das Gehirn, nach sie-ben Jahren noch, von Fäulniß frei gefunden scy, ohnejedoch die Bedingungen anzugeben, unter welchen diesesstatt gefunden. Cr hat hieraus einen Widerspruch imLbduktionsprotokoll Nachweisen wollen, da nach diesemdas Gehirn Cvncns durch die Fäulniß dergestalt verän-dert gewesen wäre, bas wir solches einer ferneren Unter-suchung nicht fähig gel alten hätten; dagegen wären dieEingeweide der Brust und Bauchhöhle von Fäulniß frci-gefunden worden. Hr. v. Walther hätte sich aus desberühmten Sömmerings Hirn- und Ncrvenlchre belehrenkönnen, daß das Gehirn, ausser dem Dickdarme, am al-lerersten von der Fäulniß zerstört wird.

ür. Riedel: Ich bemerke, daß ich hinsichtlich derStichwunde nicht erklärt habe, daß sie geblutet; son-der» daß die blutige Flüssigkeit, welche sich beim Druckaus derselben ergoß, von dem färbenden Pigment desgeronnenen Blutes, das durch das Aufthauen der Leichein warmem Wasser gelöset worden, sehr wahrscheinlichentstanden wäre.

Hofr. Seibold: Ich habe den HH. Eeschwornen nur