2Z0
(ich wäre er dann gar nicht zur Sprache gekommen, unddies wäre für die Erhärtung meiner Meinung günstigergewesen. Allein ich habe geschworen, nicht nur die Wahr-heit, sonder» die ganze Wahrheit sagen zu wollen, undIch durfte daher nichts zur Ausmittelung des Thatbe-standes irgend gehöriges, wovon ich Kenntniß hatte, mitStillschweigen übergehen.
Aber nun sind alle diese Momente erschöpft. Ichhabe die Akten genau stndirt, und ich bin dessen gewiß,daß kein Punkt mehr zur Sprache kommen kann, überwelchen ich nicht meine Meinung schon ausgesprochenhätte. Ich begebe mich daher des mir zusiehcnden Rech-tes, den übrigen Herren Sachverständigen, wenn sie ge-gen meine Vortkäge noch Einwendungen machen wollen,zu antworten, und ich bitte den hohen Gerichtshof michzu entlassen.
(Herr v. Walther entfernt sich.)
Angekl. DaS Gutachten von Marburg —
Pr. Nichts von diesem Marburger Gutachten.
Di-, Servaes: Meine HH. Geschworne» ! La Herrv. Walther sich entfernt hat, so will ich seine heutigenBemerkungen nicht weiter beantworte», ich darf indesseneinig? Data nicht unberührt lassen. — Herr l)r. vonWalther hat den geronnenen Zustand des Bluts in denBlutaustrernngen zu bezweifeln gesucht, weil das Blut,welches sich in die Brusthöhlen ergossen, flüssig gewesen,und die Stichwunde in der Augenbranne etwas blutigeFlüssigkeit ergossen habe. Deshalb har er auch gesterndie Entstehung der Wunden Eönens Nro° 8, y und zoim Leben für „unwahrscheinlich" erklärt, welche er inseinem Emachten als „sehr wahrscheinlich" angenommenhatte. Heute hat nun Hr. v, Walther auf meine und