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Ist Cönen wirklich ermordet worden? : Eine Frage an Zergliederer ; Nebst allen darauf Bezug habenden Aktenstücken
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wunderbare Phänomene habe» sich an dieser Leiche ge-zeigt ! dies ist ein Beispiel ohne Beispiel. Nun wirderst seine Todesarc ganz räthselhast. 'Nur etwas weni-ges flüssiges Blut iu der Stichwunde Nr. io, und 7Unzen flüssiges Blut in der Brusthöhle, und alles übrigegeronnen? Ich habe fast nie von solcher allgemeinenBlutgerinnung in allen Gefäßen des Körpers gehört,gelesen, sie nie gesehen, und muß ganz darüber schwei-gen. Das wunderbarste dabei ist, daß die Höhlen desHerzens ganz blutleer waren, kein Blutgerinnsel ent-hielten, wo man doch »ach den meisten Tvdesarren Blut-koagnlation antrifft; und eine so ausserordentliche Er-scheinung haben die Herren Doktoren Servaes, Schnei-der und Riedel nicht im Obduktions-Protokoll ausgezeich-net? nachdem sie schon an Cönens Haupt den Blut-unterlauf der Knochen, und die Knochenentzundung ent-deckt hatten, so wurde diese Entdeckung noch alles übrigeübertroffen haben.

Aber zugegeben (ich weiß nicht, soll ich sagen: ichgebe cs zu oder nicht), die Sugillan'onen bei Ebnen ent-hielten geronnenes Blut, so fehlt noch bei mehrerendas 2te Merkmal, die große Quantität des ergossenenBluts, und bei allen die genau bestimmte abgegranzteGestalt, entsprechend der Form des verletzenden Werk-zeuges: denn auch diese ist erforderlich, wenn mit Ge-wißheit über die Natur einer Körperverletzung, ob sienämlich im Leben oder nach dem Tode entstanden sey,geurtheilt werden soll.

Betrachten wir nun nach diesen VoransschickungenEönens Körperverletzungen.

Die Kopfwunde Nr. 8. Von dieser ist im Obduk-tions-Protokoll und Bericht keine sugillirte Beschaffenheit