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sprechlich dargethan. Wie oft findet man bei Leichenöff-nungen gleichzeitig mit der größten Ueberfüllung derBlutgefäße der Lungen solche Ergießungen ,'n den Brust-höhlen ? Ich habe erst neulich ein auffallendes Beispielhievon gesehen. Ich frage nun aber: woher wissen dieHerren Obduzenten, daß das in der Brusthöhle Ergossenewirkliches Blut war? Welche chemische Versuche ha-ben sie angestellt, um die wirklich blutige Beschaffenheitder in der Brusthöhle ergossenen Flüssigkeit zu erkennenund auSzumitteln? Bekannt ist es, daß man nach vie-len, nicht gewaltsamen Todesarten, röthliche, auch wohlblutgemischte Flüssigkeiten selbst in beträchtlicher Mengein den Brusthöhlen antrifft. Nicht alles was roth auS-sieht und die Blutfarbe hat, ist auch wirkliches Blut.
Ein Hauptfehler ist bei der Obduktion dadurch began-gen worden, daß die Brusthöhle nicht zuerst, sondernerst alsdann eröffnet wurde, nachdem bereits die anato-mische Untersuchung des Halses beendigt war. Wieleicht konnte bei dieser eine Verletzung der ober» Wandeines Sackes des Brustfelles Scair finde», und auf die-sem Wege das Blut sich auS den zerschnittenen Gefäßendes Halses in die Brusthöhle heruntersenken. Uebrigensist die Eröffnung der Brusthöhle ohne die Zerschneidungmehrerer Gefäße nicht möglich, und daher die Ausmil-telung von blutigen Extravasaten in derselben oftschwierig.
Ich schweige von der früher behaupteten anfänglichenUeberfüllung der Gefäße der Lunge, und von dem spä-tem Zusammenfallen derselben. Denn diese Behauptungscheint so wie manche andere aufgegeben zu seyn. Abermit Stillschweigen kann ich die aufgestellte Hypothesenicht übergehen, gemäß welcher die vorausgegangene