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Ist Cönen wirklich ermordet worden? : Eine Frage an Zergliederer ; Nebst allen darauf Bezug habenden Aktenstücken
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ohne Knochenverletzung geschehen könne. Bestimmterund entscheidender hierüber spricht das Resultat der Ver-suche, welche die medizinische Facnltät an der churfürst-lich-hessischen Universität Marburg über diesen Gegen-stand anstellen ließ. Der Herr Kreis-Physikus vr.Servaes hat diese Versuche, ohne auch nur den Gegen-stand derselben zu kennen, für unsinnig erklärt: wahr-scheinlich in der Voraussetzung, diese Versuche seyenangestellt worden, um zu sehen, welche Wundformendie Application des Landmessers in den weichen Theilenzurücklasse. Hätte er sich der Vorlesung des MarburgerGutachtens nicht widersetzt, und hätte der hohe Gerichts-hof diese nicht untersagt, so wäre Herr Servaes eines Bessernbelehrt worden. Allein der hohe Gerichtshof hac andersentschieden und ich ehre seinen Schluß. Auffallend istes aber, wie ein wissenschaftlich gebildeter Arzt die ihm unbe-kannte Arbeit einer deutschen medizinischen Fakultät unsin-nig nennen könne. Das Resultat der Marburger Versuche istist aber das folgende: die Applikation des Bandmesser-Rückens gab einen länglichen Knochenspalt, der nichtpenetrirce, mit einer etwas niedergedrückten linke», undeiner nach aussen gebogenen Knochenlefze, ohne weiteredavon ausgehende Fissuren.

Um den Mangel jeder Knochenverletzung an EönensSchädel zu erklären, nimmt man die an diesem bemerktegroße Dicke des Hirnschädels zur Hülfe. Es unterliegtzwar keinem Zweifel, daß dickere Schadelknochen einerauf sie ausgeübten Gewalt eine verhältnißmäßig größereKraft des Widerstandes entgegensetzen. Allein diese Kraftdes Widerstandes ist doch auf jeden Fall nur eine be-dingte: sie hat eine endliche Größe, und kann durcheine verhälknißmäßige größere Kraft überwunden werden.