dieselbe Vorstellung, welche Hr. Doktor Berlyn bei ihrerersten Wahrnehmung von ihr erhielt.
Die bedeutend fetzige Beschaffenheit ihres Lustern Ran-des laßt vermuthen, daß sie auf dieselbe Weise entstandwie die Wunde Nr. 7, von welcher alle Herren Prao-pinanlen angenommen haben, sie sey erst nach demTode hervorgebracht worden. An beiden Wunden habe»die Fetzen ganz dieselbe Beschaffenheit, nur sind sie an derSlirnwniidegerade um so vieles verhältm'ßmaßig langer,als diese selbst im Umfange größer ist. Wunden undHautrisse dieser Art sehe ich sehr oft an Leichen, welcheauf holperigen Wegen, in hölzernen Kasten etwas weither transporrirt worden sind. Solche Leichen sind (imanatomischen Theater in Bonn und Landshut) nichtselten mit weit ärgern Wunden und mit blauen Maler»wie bedeckt: besonders ist der Kopf bei ihnen oft jäm-merlich zerstoßen. Konnte bei Ebnen im Rhein, wo ermit Treibholz, Eisschollen, Felsenspitzen rc. ic. oftgenng unsanft zusammensiieß, nicht ein gleiches gesche-he»? Konnte nicht bei ihm an dieser Stelle ein solchesAufläufen der Hautdecke Statt finden, diese in ihremgespannten Zustande, während dem die Leiche im warmenWasser lag, einen Riß bekommen; dehnte sich ja auchin der heißen Stube der Hodensack bis zur Zerberstungaus. Aber, sagen die Herren Obduzenten, diese Wun-de war kein bloßer Hautriß, sie drang an verschiedene»Stellen durch die unter der Haut liegenden Theile tiefer,und am untern Winkel selbst bis auf die Beinhaut ein.Die Beschreibung dieses tiefen Eindringens ist im Ob-buktivnö-Protokoll sehr verworren, im Obduku'vns-Be-richt etwas deutlicher und bestimmter. Aber auch hierist sie nicht kunstgemaß: es fehlt die bestimmte Anga-