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Ist Cönen wirklich ermordet worden? : Eine Frage an Zergliederer ; Nebst allen darauf Bezug habenden Aktenstücken
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gegeben. Man läßt jetzt nicht mehr die breite Fläcbedes Rückens, sondern nur die Eine Kante desselben beischiefer und flacher Haltung einwirken. Was ich aber ebenvon der breiten Fläche des Bandmesserrückens sagte,das gilt auch ganz und ebenso von der rauhen, stum-pfen und eckigen Kante des Rückens eines verdorbenenund verbrauchten Bandmessers, von welcher Art daSvorliegende Bandmesser des Angeklagten ist. Ich habein der Audienz von vorgestern verschiedene Anlegungenund Einpassungen dieses Instrumentes in die WundeNr. 8 und in die übrigen Wundmale versucht, aberkeine Übereinstimmung gefunden. Ich weiß nicht, waSden Hrn. Kreisphysikus Doktor Servaes bestimmen oderso weit hinreißen konnte, daß er vor die Herren Ge-schwornen hintrac, und ihnen sagte:durch ein Band-messer ist Conen erschlagen worden, durch ein Bandmes-ser sage ich Ihnen ; durch das hier aufdem Tisch liegendeLandmesser ist Conen erschlagen worden." Gesetzt, derHr. Di-. Servaes hätte an der Wunde deutlich sehengekonnt, daß sie durch den Schlag mit einem Band-meffer entstanden sey, so konnte er ja doch nicht wissen, daßdas hiezu gebrauchte Bandmesser gerade jenes des Ange-klagten sey. Eine Behauptung dieser Art geht gänzlichüber die Grenzen der gerichtlichen Medizin hinaus, undwürde, wenn sie statthaft seyn könnte, jede andere rich-terliche Untersuchung unnöthig machen. Haben Ihnenaber, meine Herren Geschwornen, die Vcrtheidiger die-ser Meinung, wie sie hätten thun sollen, um Sie zuüberzeugen, das Bandmesser in die Wunde gelegt,und die Uebereinstimmung in der Form der Wunde unddes verletzenden Werkzeuges dargelegt? Keineswegs,

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