ser Vergleichung keine Resultat mehr ziehen lasse. Wiekann er nun gegenwärtig die Uebereinsrimmung derForm der Wunde mit der Form des Bandmessers be-haupten? Und wie soll nun auf einmal der Anblick die-ser Wundmale so belehrend für ihn geworden scyn, dadicset Kopf seitdem noch fast 2 Jahre langer inWeingeist und Arseniksaure aufbewahrt worden ist.
Alle Herren Praopinenlen kommen darin überein, daßnicht die Schneide, sondern der Rücken des Bandmessersdie Wunde Nr. 8 verursacht habe. Hr. Hofrath Sei-bold hat gestern zu beweise» gesucht, daß die Schneidenicht eingewürkt haben könne. Und doch kann der innereglatte Rand dieser Wunde nur durch die Schneide desLandmessers verursacht worden scyn. Mit dem Rückenoder mit irgend einer Kante des Rückens, ist eine soscharf begränzte, genau linearische Trennung undAblösung nicht zu bewirken. Schon die Herren Obdu-zenten sagen : der innere Rand dieser Wunde scheine durcheinen Hieb verursacht worden zu seyn. Was soll diesaber heißen? Kann der innere Rand einer Wunds durch et-was anders vcrursachtwerden, als die Wunde selbst ? HerrHofrath Seibvld nannte die Wunde früher gradezu eineHiebwunde: durch die Einwirkung des Rückens einesBandmessers kann niemals eine Hiebwunde im eigentli-chen Sinn des Wortes entstehen.
Früher ließ man die breite Flache des Rückens inihrer ganze» Ausdehnung einwirken, und der Hr. Hof-rath Seibold har in der Hamacherschen Assise diese Wir-kungsweise des Instrumentes den Herren Geschwornenganz augenscheinlich erklärt. Seitdem ich in meinemGutachten die Unmöglichkeit hievon aus der Form derWunde dargethan habe, har man diese Meinung auf