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Ist Cönen wirklich ermordet worden? : Eine Frage an Zergliederer ; Nebst allen darauf Bezug habenden Aktenstücken
Entstehung
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nigen, der zwischen gequetschten und gerissenen Wundenin Hinsicht der Art ihrer Entstehung statt findet. Jeneentstehen, wenn organische Gebilde einen so hohen Gradder Zusammenprcssung, diese, wenn sie einen sohohen Grad der Verlängerung erleiden, daß hieraus ei-ne Trennung des Zusammenhanges in ihrem Gewebe er-folgt. Somit ist die Entstehungsweise von beiden gera-de die Entgegengesetzte. Hier aber, wo es sich von derEntstehung einer Wunde handelt, ist diese Unterschei-dung nicht eine leere Schulspitzfindigkeit, sondern ein ent-scheidender Punkt. Endlich hat sich an Cönens Kopfauch eine Stichwunde gefunden. Sie soll nun freilichjetzt auf einmal keine Stichwunde mehr seyn, und HerrHofrarh Seibold hat sich bemüht, zu zeigen, daß sieauch wohl eine Schnittwunde gewesen seyn könne. Al-lein bei der Obduktion, i>i dem auf diese gegründetenärztlichen Gutachten, und bei der Hamacherschen Assisewurde sie als Stichwunde anerkannt. Sie ist dies auchwirklich, wie ich mich bei der eigenen Untersuchung anCönenS Kopf überzeugt habe: denn ihre Tiefe verglichenmit der Breite ihrer Hautöffnung ist viel zu beträchtlich,als daß sie für die Wirkung eines Schnittes erkläitwerden könnte.

Dem gemäß finden sich an Cönens Kops, wo nichtalle, doch die meisten Arten von Wunden, und zwardie verschiedenartigsten Wunden. Und wie sollen nundiese Wunden entstanden seyn? Durch einen Schlag mitdem Bandmeffer. Durch die einmalige Applikation einesverletzenden Werkzeuges kann nur Eine Wunde, durchdie mehrmalige Applikation desselben verletzenden Werk-zeuges können mehrere Wunden, aber nur gleichartige,nicht verschiedenartige entstehen, Die Schneide des