Druckschrift 
Ist Cönen wirklich ermordet worden? : Eine Frage an Zergliederer ; Nebst allen darauf Bezug habenden Aktenstücken
Entstehung
Seite
141
Einzelbild herunterladen
 

14 l

konnte daS ausgetretene Blut nach oben in das Zellen-gewebe sich verbleiten. Dasselbe geschah auch am Hin-rerkopft, welcher auf dem Gewichtsicine durch die Hand-lung der Erwürgung so lange aufgedrückt wurde, bisEbnen todt war; deswegen pflanzte sich die S »Marionauch dort nach innen bis auf das Hinterhauptbein fort.Bei der Blutergießung in die linke Augengegend waraber eine aussere Verletzung vorgegangen,die starkblutetedas Zellengewebe ist da lockerer, die Sugilla-tion konnte sich daher auch hier schneller bilden. Be-trachte ich nun diese Handlungen ihrer Reih- und Zeit-folge nach, so wie sie Hamacher deponirt hat, so wardie Blutergießung in der linken Augcngegend von derVerletzung Nro. 8 die erste; die am Hinccrkopfe diezweite, und die am Halse die dritte. Da sie nun, nachseinem Geständnisse, schnell aufeinander folgten, so kanirman für alle drei einen Zeitraum von i bis 2 Minute»,und das Ende auf 5 bis 8 Minuten annehmen. Daßaber in einem so kurzen Zeiträume so starke und tiefeSugillationen entstanden, setzt auch eine starke und tiefeinwirkende Gewalt voraus. Daß begonnene Ecchy-mosen auch nach dem organischen Leben sogar aus mecha-nischem Wege sich vergrößern, und sich auf chemischemWege verändern können, gebe ich zu; sie konnten z. B.durch das Maschen und Reinigen vom Sand und Schlamm,durch das Aufthauen im warmen Wasser sichtbarer wer-den , und selbst die begonnene Fäulniß konnte hierzu bei-tragen ; indessen entstehen konnten sie dadurch nicht, undnicht zu dem Grade der Ausbildung gelangen, wie siebesonders in ihrem Innern, in der Tiefe gefunden wur-den. Es ist daher der Vorwurf, welcher hier sowohlden Gm'chrspersonen, welche die legale Besichtigung ge-