Druckschrift 
Ist Cönen wirklich ermordet worden? : Eine Frage an Zergliederer ; Nebst allen darauf Bezug habenden Aktenstücken
Entstehung
Seite
140
Einzelbild herunterladen
 

Stellen in dem Fundschei'n nicht anfgezeichnet, also nnchnicht gefunden waren, ist wohl ohne Grund, sie befin-den sich in dem Odduktionsprvtokoll unter Nro. 2Z und24 ausgezeichnet. Bei Untersuchung der Bedingungen,unter welchen sich Sugillationen entwickeln und auSbil-den, kommt es vorzüglich auf die Bestimmung derZeit und des Sitzes an. Die Zeit ist unbestimmt,und hängt oft von den Individualitäten ab; denn Siewissen selbst, meine Herren, daß manchmal nach einemauch complicirteu Beinbruche, die Röthe und Geschwulsterst am folgenden Tage eintrill, während oft bei einemStoß auf die Stirne die Beule schon unter de» Fingernhecvorkommt; mau kann sie also von der ersten Minutean bis zur zwölften Stunde festsiellcn; Samuel Cvopernimmt sechs Stunden dafür an als Mittel-Zeitpunkt.Der Sitz ist im Zellengewebe. Es kommt aber hierbeidarauf an, zu prüfen, in welchen Theilen die kleinenBlutgefäße zuerst zerrissen werden mußten, und wie vielBlut sie ergießen konnten. Die äuffern Theile des Hal-ses wurden bei der Erwürgung so zusammeugepreßk,daß sie entweder nicht zerreißen, oder doch wenigstens andieser Stelle weder Vlutergießung noch Geschwulst ein-ireten konnten, so lange nämlich der Hals zusammeuge-drückt wurde, es mußten dagegen die Gefäße sich tiefer»n den Muskeln überfüllen, die Blutgefäße zerreißen,das Blut austrcten, und so die innere Sugill-ckion zu-erst verursachen; denn die Erwürgung geschah von aus-sen nach innen. Tie Sugillation pflanzte sich deswegenauch nach innen, und bis auf den Schildkuorpel fort,bis endlich die Lähmung der Gesäße eingetrere» , undder Tod erfolgt war. Nun erst har Hamacher, nachseinem Geständnisse, den Conen losgclaffen, und dgnn