Druckschrift 
Ist Cönen wirklich ermordet worden? : Eine Frage an Zergliederer ; Nebst allen darauf Bezug habenden Aktenstücken
Entstehung
Seite
84
Einzelbild herunterladen
 

84

im Obduktions-Protokoll beschriebene und anliegend unterFig. I, Nro. y bezeichnte, ungleich viereckige, 7 Li-nien im Durchmesser habende, geglitschte Wunde, durchdenselben Schlag, welcher vielleicht di- Wunde Nro. 8bewirkte, enlsiaude» sepn. Am allerwenigsten laßtsich die Stichwunde (Nro. 10) , die man in der linkenAugenbraune quecr liegend fand, 5 Linien lang war,sich bis auf die Knochenhaut erstreckte, und beim Drucknoch flüssiges Blut ergoß, mit der Aussage von Ha-macher vereinen. Derselbe will bloß einen Schlaghaben anbringen sehen. Die anliegende Zeichnung vondieser Wunde (Fig. I, Nro. 10) läßt zwar etwas, ihrergeringen Breite wegen, aber doch zu wenig Vcrmuthungzu, als kenne sic allenfalls mit dem vordersten, oderhintersten Ende der Baudmcsserschneide gemacht sonn.Dies setzte aber doch schon bei der Annahme, daß dieWunde Nro. 8 mit dem Rücken des BandmesserS ge-macht , eine Wendung deö McsserS in der Fonkschcn Handund damit eine zweite Application desselben voraus, wo-durch aber gewiß keine so kleine Wunde gemacht sonnwürde; die Zeichnung deutet aus zu scharfe Ränder,auf einen zu schmalen Spalt, kurz auf eine Wunde hin,die nur durch ein schärferes, eigentlich nur zweischneidi-ges Instrument stoßweise gemacht seyn konnte. Garzgenau genommen , erscheint einem aber die Wunde durchihre Ränder zu scharf, zu neu, um sie sich vor erfolg-tem Tode gemacht zu denken. Um auf so etwas abersicher schließen zu können, hatte sowohl die Beschreibungals Abbildung von dieser Wunde viel genauer mitgetheiltseyn müssen. Uebrigens fragt es sich nun auch, vonwelcher Wunde am Vorderkopf die unter Nro. 12 be-schriebene Blutunterlaufung herzuleiten sey? Recht gut