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Ist Cönen wirklich ermordet worden? : Eine Frage an Zergliederer ; Nebst allen darauf Bezug habenden Aktenstücken
Entstehung
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Als Beweis der stattgefundenen Erwürgung wird vonden Obduzenten auch die in Heiden Brusthöhlen gefun-dene Blutergießung angeführt; die rechte nämlich ent-hielt z, die linke 2 Unzen ertravasirtcn Blutes nach demApothekergewicht. Soviel mir bekannt ist, hat niemalsirgend ein Schriftsteller über gerichtliche Medizin, oderei» Beobachter oder Erperimentator bei erwürgten Men-schen oder Thicren ertravasirtes Blut in einer, oder garin beiden Brusthöhlen gefunden, oder diesen Leichenbefundals ein Zeichen des vorausgegangenen Todes durch Er-würgung angegeben und geltend gemacht.

Diese bisher bei Erwürgten niemals beobachtete Blut-crgießnng in der Brusthöhle soll nun aber, nach derMeinung der Obduzenten, den Abgang aller derjenigenMerkmale ersetzen, welche den Erstickungstod durch Er-würgung begleiten, und in den Leichnamen der daranGestorbenen, bezeichnen; denn wie sie selbst anführen,in Eönens Leiche fehlten alle diese Merkmale. Die Lun-gen waren nicht mit Blut überfüllt, nicht dunkelblau,nicht strotzend; cs waren keine Gefaste in ihnen zerris-sen, kein schaumendes Blut in die Lnftzellchen und indie Luftröhre ergossen, sondern von dem Allen fandgerade das Gegenthcil statt. Die Lungen waren zu-sammcngefallensie schienen im Volumen bedeutendvermindert, und das Innere derselben" (ihre Gefaste, dieLungenschlag - und Lungen-Blutadern?)war nicht immindesten mit Blut überfüllt."

Die vorder» Höhlen des Herzens und die Hohladernwaren nicht ui't Blut überfüllt, wie sie es bei Erstickten undErwürgten zu seyn pflegen, sonderndie sämmtlichenHöhlen des Herzens waren blutleer und eben so diegrößer« davon ausgehende» Gefaste, als wenn sie nie-