Leib und Leben als Grundlage zu dienen, wenn derselbezur Zeit auch wohl noch immer in der praktischen Wundarz-neikunde, welche so oft nach Gründe» der Wahrschein-lichkeit handeln muß, seine Anwendung finden kann, bis eseinmal gelingen wird, sich über die Natur der Vorgänge, dieman durch denselben mehr einstweilen zu bezeichnen als be-stimmt zu erkenne» bestrebt ist, sich deutlichere und genauereVorstellungen zu bilden. Es ist zwar wahr, daß Henke(Lehrbuch der gerichtlichen Medizin. §. Z25) sehr auf dieBerücksichtigung der (unerkennbaren, sinnlich nicht ge-wahrnehmbaren, durch deutliche zurückgelaffene Spurenmeistens nicht auszumittelnden) Hirnerschütterung beider Beurtheilung der Lethalität der Kopfwunden dringt;allein die Meinung dieses berühmten Schriftstellers istnur diese: daß in solchen Fallen, wo ein am Kopfe ver-wundeter, offenbar und auf eine nicht zu bezweifelndeWeise an den direkten Folgen der erlittenen Kopfverletz-ung verstorben ist, die Hirnerschütterung als c:.iusa on-culm da anzunehmen sey, wo keine andern sinnlichwahrnehmbare Verletzungen der Organisation des Hirnesund seiner Haute, jenes nicht zu bezweifelnde Ereignißgenugsam erklären: daher derselbe.sich auch nur umden Grad der (schon vorher ausgemftrelten) Lethalitäteiner Kopfwunde zu bestimmen, in Anwendung gebrachtwissen will. Bei Conen ist es aber gerade höchst zwei-felhaft, ob er an seinen Kopfwunden gestorben sey, unddaher finden selbst die sonst so strengen Grundsätze jenesSchriftstellers auf diese» Fall keine Anwendung. Offen-bar übertrieben sind die Behauptungen der Obduzenten:l) ,,daß beinahe jede Erschütterung des Gehirns dem„Leben gefährlich iperde
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Ist Cönen wirklich ermordet worden? : Eine Frage an Zergliederer ; Nebst allen darauf Bezug habenden Aktenstücken
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