Druckschrift 
Ist Cönen wirklich ermordet worden? : Eine Frage an Zergliederer ; Nebst allen darauf Bezug habenden Aktenstücken
Entstehung
Seite
LXXXI
Einzelbild herunterladen
 

DXXXI

Hause von Fvnk, aber es war ebenfalls der Wegnach dem Rheine. Als Conen den andern Morgenverschwunden war, so har man sich gegen Mittag andiesem Thore erkundigt, ob er da nicht heransgekommen.Da aber hier ein betrunkener Thorwachter war abgelöftworden, so konnte man sich hierüber keine Auskunftmehr verschaffen.

Conen war in den letzten Tagen verstimmt Er klagteüber Mangel an Musi. Seine erste kaufmännische Aus-flucht war mißlungen. Er hatte geglaubt, einen Betrugzu entdecken, und hatte aus dem einfachen Grunde kei-nen gefunden, weil keiner vorhanden war. Schröderhatte die Gewohnheit, von allen Leuten, die Geld vonihm haben wollten, zu behaupten, daß sie ihn betrogen,und Conen, der Schröder nur wenig kannte, hatte diesgeglaubt.

Aus den wunderlichen Briefen, die Conen nach Erefeli»geschrieben, und die voll Widersprüche sind, geht her-vor, daß er einen wunderlichen Stolz gehabt, und daßer ziemlich beschrankt gewesen. Man hatte ihm in Cre-feld gesagt, daß ihm Fonk viel zu schlau seyn würde,und daß er unverrichteter Sache zurückkehren würde.Und nun mußte er wirklich unverrichteter Sache zurück-kehren. Denn die Rechnung zwischen Schröder und Fonkblieb so wie sic war, und selbst das Schiedsgericht, dassie nachher aufs neue aufsiellte, fand sie bis auf 48

F