I.XXIX
l.tzten Augenblick völlig heiter war. Ta cs selten ist.das, ein Selbstmörder gerade bis zum letzten Augenblickbeobachtet wird, so will ich diese Begebenheit hier erzählen.Sie ereignete sich i8oy aus dem Vierwaldstädrer See,und die Schiffer erzählten sie mir im Jahr 1810, als ichvon Luzern nach Stanz fuhr. Ich will sie mit densel-ben Worten erzählen, wie ich sie in meinen Schweizerbrir-fen, Thcil i, Seite iyZ erzählt habe.
„Indem wir über den See fuhren, erzählten uns dieSchiffer folgende Begebenheit:
„Voriges Jahr, um diese Zeit, fuhren wir einen Herrnaus Zürich über den See. Er bezahlte uns das Fahr-geld voraus, und war ganz lustig. Seine Brieftascheund seinen Ucbcrrock legte er hinten ins Schiff. Erfragte, wie tief der See sey, und als wir antworteten,daß man hier keinen Grund finde, sagte er uns Adje,und sprang hinein. — Wir wurden kn Stanzstadt ver-hört, und erzählten den Hergang der Sache. In seinerBrieftasche fand sich ein Blatt, aus dem er Meldete, daßihm das Leben leid sey, — man möge sich keine Mühegeben, weder ihn zu rette» noch seinen Leichnam zusuchen — er habe sich mit Steinen beschwert. Dasselbehatte er an seine Anverwandten nach Zürich geschrieben;diese kamen in der Nacht nach Luzern, und glaubten ihwnoch zu finden, als sie die Nachricht erhielten, daß erschon geendet habe. Die Ursache seines Lebensüberdrusses soll,