„neu gegeben, die sie so unaufgefordert und von freien„Stücken machten. Gewöhnlich werde man hiemit ange-führt. In der Langeweile des Gefängnisses brüteten„sie immer über allerhand Befreiungsplanen, und Har-fen sie sich nun einen solchen ausgedacht, so ersannen„sie sich eine Geschichte, die hiermit kn Verbindung„stände, und die oft so sein angelegt sey, daß es schwer„sey, den wahren Verhalt herauszubringen. Denn sie„thäten in ihre Geschichte immer eine angemessene Por-„tion Wahrheil, so daß man, indem man die einzelnen„Thatsachen verifizirte, immer auf Dinge stieß, die sich„vollkommen so verhielten, wie sie sie erzählten. Am„Ende fände man dann, nachdem man viel Zeit und„Mühe auf die Untersuchung verwendet, daß dasGanze„erfunden sey. — Oft sey der Beweggrund zur Erftn-„dnng einer solche» Geschichte bloß die Liebhaberei, ein-„mal ans einem Gefängniß ins andere zu kommen, in-„dem sie sich auf Personen bezogen, von denen sie wüß-„ten, daß sic wo anders saßen, und mit denen sie glaub-„tcn kvnfrontirt zu werden. Oester liege sogar eine blo-„ße Liebesangelegenheit dabei zum Grunde. — Da in„den Gefängnissen gewöhnlich eine vollkommene Kennt-„niß von allen in der ganzen Gegend begangenen Ver-brechen herrsche, so sey es ihnen leicht, zu sagen,„daß sie dabei gewesen, welches sie bann durch Angabe-,„spezieller Umstande so wahrscheinlich machte», daß man
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Ist Cönen wirklich ermordet worden? : Eine Frage an Zergliederer ; Nebst allen darauf Bezug habenden Aktenstücken
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