Druckschrift 
Ist Cönen wirklich ermordet worden? : Eine Frage an Zergliederer ; Nebst allen darauf Bezug habenden Aktenstücken
Entstehung
Seite
XXIV
Einzelbild herunterladen
 

LXIV

mals noch keine Thal, da manoch gar nicht wußte:ob Conen todt war. Denn die Leiche fand man erst26 Tage später.

Als man nun den Leichnam fand, so konnte dieser nichtanders als erschlagen ftyn, da man dieses schon wußte,ehe man ihn hatte. Man hatte nämlich früher denThäter als man die Thal hatte, und dieses ist einUmstand, der diesen Criminal-Prozeß von allen andernunterscheidet. Dieser Umstand allein enthält den ganzenCharakter und die ganze Physiognomie des Prozesses.

7 -

Prof, von Walther fragte in einer Pn'vat-Unrerredungden Hofrath Seibold in Trier, der seit der Zeit auchschon verstorben ist: Woraus sie dann nun eigentlichschlöffen, daß Conen erschlagen worden sey, denn dieWunden seyen offenbar zu unbedeutend, als daß einerdaran sterben könne? Hierauf erwiederte Hofrath Sei-bold:Sie schlössen dieses auch nicht aus der Bedeuten-dest der Wunden, sondern aus der Uebereinstimmungderselben mit dem Hamacherschen Bekenntnisse, vondem sie wüßten, daß eS richtig sey. Jemand, dermit dem Bandmesser einen solchen Schlag vor den Kopfbekomme, wie Conen, nach der Erzählung des Hama-cher, der habe doch alle Ursache todt zu seyn."

Wenn ich nicht irre, so hat Herr Prof. Brewer in