aus ihrer Schlafkammer zum Vorschein, dies er-regte endlich Besorgnisse, und als man nun die Thüreöffnete, fand man die Wittwe lobt in ihrem Bette. Einum ihren Hals befindlicher Strick ließ keinen Zweifel,daß sie erdrosselt scyn mußte.
Auf die diesfallsige Anzeige an die obrigkeitliche Be-hörde, veranlaßte diese sogleich, den einzigen Hausge-nossen der Ermordeten, den Eandidaten, vvrfordcrn zulassen, um ihn zu vernehmen, ob er über diesen Mord keinenähere Auskunft zur Ausmittelung und Habhaftwerdnngdes Thäters angeben könne.
Des Eandidaten Zimmer war ebenfalls verschlossenund er nicht aufzufindcn. Nach Verlauf von einigenStunden kehrte er in feine Wohnung zurück. Er wurdesogleich vor den Richter geführt, und über die Mordthatvernommen. Er versicherte, daß er hierüber nicht diemindeste Auskunft geben könne, indem er die Nacht übernicht in seinem Quartiere gewesen scy. — Auf befragen:wo er solche beim zngebracht? antwortete er: er habe
gestern einen Freund, einen Landgeistlichcn, einige Mei-len von Berlin wohnhaft, besucht, solchen jcdochs, umbei guter Zeit wieder in Berlin zu scyn, am Abendverlassen, um den Rückweg zu Fuße zu machen. Beider eingetreteuen Dunkelheit habe er sich jedoch verirret,und die Nacht auf dem Felde zubringen müssen.
Dieser Umstand, und da er schlechterdings nicht km