IX
Stande war, die nächtliche Abwesenheit ausser demHanse gehörig zu beweisen, machte ihn des Mordes ver-dächtig; er wurde daher sogleich verhaftet, und der ThatA beschuldigt. Er leugnete solche standhaft; indcß achtete
man darauf nicht, und trug kein Bedenken, um ihnzum Gesiändniß zu bringen, an ihm die Tortur voll-ziehen zu lassen. Bei dem ersten Grade derselben flehteer, den Schmerzen erliegend, inne zu halten, und be-kannte sich als Mörder.
Das Gerücht davon verbreitete sich schnell durch die
ganze Stadt. Am meisten erstaunten und crschrackcn
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aber diejenigen, die den Candidaten als Hauslehrer kann-ten, und ihn, wegen seines frommen, stillen Wesensund seiner liebreichen Behandlung seiner Schüler, sehrliebgewonnen hatten. Sie hielten ihn eines solche»Frevels ganz unfähig, und beschlossen, in einer Deputa-tion sich deshalb an den damaligen Großkanzler vonCocceji zu wenden, um ihn darauf aufmerksam zumachen, wie es höchst wahrscheinlich fty, daß dem Can-didaten, bei einem so lange unbescholtenen Lebenswandel,nur durch die Schmerze» der Folter ein Gesiändniß er-j preßt worden sey, das keineswegs auf Wahrheit beruhe»könne.
Cvcceji hörte die Abgeordneten ruhig an, und entließsolche sehr human, mit dem Tröste, daß er ihre Wortegewiß berücksichtigen werde. Er ließ es auch nicht bei