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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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nenheit entgegen. Er ehrte die Umstände, fügte sich in die Zeit-Verhältnisse, auch wenn er sie betrauerte; aber mitten unter denihm widerwärtigsten fand sein Scharfblick noch solche heraus, diesich für seinen Zweck eigneten, und er benutzte sie schnell, wennsie ihn auch nicht in gerader Richtung führten, wohin er trachtete.Er war auf dem Meer der Politik einer jener eben so gewandtenals beharrlichen Schiffer, die jedem Winde, von wannen er komme,wie stark oder schwach er sei, ein Segel zu stellen wissen.

Darum sah man ihn, außer dem Kreise seiner Nmtsgeschäftc,nicht minder für andere Dinge thätig, als für jene. Man sah ihnbald als Mitstifter, bald als Erneuerer, bald als mehrjährigerVorsteher und Lenker wissenschaftlicher oder gemeinnütziger Gesell-schaften, welche aus gesammtcr Eidgenossenschaft zusammentraten.Ihnen hauchte er seinen Geist ein; er ward ihr Leben. Der Freund-schaftsbund cinsichtsreicher vaterländischer Männer ans allen Ge-genden bereitete, durch den engcrn Verein hochherziger Gesinnungen,einen engern politischen Verein der Kantone vor. Er arbeiteteeine Menge von Artikeln gleichzeitig für eine Menge verschiedenerZeitschriften und Tagblätter; dabet war er selbst der eigentlicheHerausgeber, oder Hauptarbeitcr erst von der Aarauer-, dann vonder neuen Züricher-Zeitung.

In einem seltsamen, oft ans Lächerliche streifenden Verhält-nisse standen die meisten übrigen Magistrate der Schweiz zu diesemManne, dessen wahre Größe sie nicht begriffen, dessen Gedankensie nicht verstanden , dessen Thun und Streben ihnen zuweilen fanta-stisch, oder, mit Napoleon zu reden, ideologisch, Wohl sogar seinerWürde als Rathsherr, als Regierungsglied, als Staatsrath höchstunanständig schien. Sie hielten ihn nun für einen sehr gelehrtenMann; aber durchaus für keinen eigentlichen Staatsmann, weiler nicht, gleich ihnen, die öffentlichen Angelegenheiten im her-Zsch. Ges. Schr. 32. Thl. 16"