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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
Entstehung
Seite
375
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in verschiedenen Fächern, nnd mit Staatsmännern in verschiedenenNeichen. Man hat ihn in Gründlichkeit und Mannigfaltigkeit derKenntnisse dem großen Haller verglichen; aber er war PlininSin rastloser Arbeitsamkeit; man hätte glauben sollen, er halte denkurzen Schlaf, welchen er sich gönnte, für einen Raub an seinemLeben.

Es lag in seinem Wesen ^on jener Tüchtigkeit, Kraft undHoheit des Gemüths, welche wir an hervorragenden Männerndes Alterthums in den griechischen oder römischen Republiken be-wundern. Unter allen Verwandlungen der Zeiten, der Menschenund Staatsformen stand er immer sich selber gleich; oft vereinzelt,oft einzig, oft verkannt, oft gelästert, nie erschüttert. Schon imJahre 1796 durchsah er die Gebrechen und die innere Haltungs-losigkeit des eidgenössischen Staatenbundes, wie dieser im Verlaufeines halben Jahrhunderts allmälig zusammengestellt da stand, undvon Männern gehalten ward, welche durch Herkunft Rathsherren,aber nicht durch die Natur Staatsmänner waren. Er wünschteschon damals seinem Vaterlande höhere Einheit, Kraft zu ehren-voller Behauptung selbstständigen Lebens innere Freiheit derNation zur allseitigen Entwicklung ihrer Vermögen, in einemplanmäßig weise gegliederten Bundesstaat. Aber mit ehrfurchts-voller Scheu hütete er sich wohl, das morsche, alternde Gebäuanzurührcn oder auch öffentlich nur darüber laut zu werden.

Als cs dann, ohne sein Zuthun, im Jahr 1798 zusainmen-Lrach, und er von den Mitbürgern in den Senat einer helvetischenRepublik, darauf in deren Vollziehnugsrath, dann in die Consultanach Paris, endlich wieder in die Regierung seines heimatlichenKantons gewählt wurde, blieb jenes Ziel fortdauernd Gegenstandseines Strcbens. Ein Mann, wie er, konnte nur sich selber, nurseinem Vatcrlande, keiner der ringenden, schwankenden Parteienangehören, die ihn bald den Ihrigen nannten, bald als Gegner