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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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betrachtete das ungeheure Schauspiel unverwandten Blicks, aberschon zu jener Zeit aus einem Hähern Gesichtspunkt als der Groß-theil seiner damaligen Zeitgenossen. Davon zeugen seine Aufsätzetu der ZeitschriftHumaniora", nachmals unter dem TitelFriedenspräliminarien" von Ludw. Ferd. Huber fort-gesetzt, welche er, verbunden mit diesem und dem geistreichenOelsner zu Paris, im Jahre 1796 heransgab. In der Schweizbesaß er die vollständigste Sammlung von Werken und Flugblättern,die ersten Zeiten jener außerordentlichen Begebenheiten berührend,wie fle vielleicht selbst in Frankreich selten gewesen sein mag.

Bald aber wälzte sich der Sturm, welcher von Frankreich ausschon Deutschland, Italien, Holland und Spanien verwüstet hatte,auch gegen die Schweiz und zwar in demselben Jahre, als Usteriin den gesetzgebenden Großen Rath von Zürich erwählt wordenwar. Von diesem Augenblick an ward das Schicksal seines tief-bewegten Vaterlandes die theuerste seiner Sorgen; von da an, biszum letzten seiner Augenblicke, durch einen Zeitraum von drei unddreißig verhängnißreichcn Jahren, war sein Leben mit dem Lebender Eidsgenoffcnschaft innig verflochten. In allen bedeutender»Ereignissen derselben spielte er eine der ersten Rollen, so, daß wersein Leben und Wirken erzählen möchte, die neuere GeschichteHelvetiens erzählen müßte.

Während des großen Wechsels und Umschwungs der Dinge,wo beständig neue Schöpfungen und neue Zertrümmerungen der-selben den Geschäftskreis eines sonst viclthätigen Mannes ans-gefüllt haben würden, der daran Theilnehmer war, wie er, blieber doch als Staatsmann noch Gelehrter, Schriftsteller, Natur-forscher, Kritiker; blieb er nnnnterbrochen mit dem Fortschritt derLiteratur in der Arznciknndc, Botanik, Geschichte, Staatswissen-schaft, selbst der Poesie vertraut, und unterhielt er einen ausge-dehnten Briefwechsel durch Europa mit ausgezeichneten Gelehrten