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treffend zu zeichnen, haben diejenigen gcthan, welche seine ver-trauten Briefe an Johannes Müller, an Matthisson undFriedrtke Brun öffentlich inittheilten. In ihnen spiegelt sichseine ganze Seele, mit dem bunten Wechsel ihres tnncrn Lebens,am reinsten ab. Die Tage seiner Jugend hat er mit der ihmeigenen Naivetät selber beschrieben. Matthisson hat sie bekanntgemacht.
In der unvergänglichen Heiterkeit seines Wesens erreichte Bon-stetten ein hohes Alter. Nichts tn seinen Briefen ist für denMenschenbeobachter vielleicht anziehender und belehrender, als wieein Mann solches Geistes das allmälige Hinwegsterben seines Ir-dischen beobachtete; wie er dem Greiscnthum die schönste Lichtseiteabgewann und weit entfernt, gleich Ciccro's Cato, Trostgründefür dasselbe zu sammeln, es als die Krönung des Erdenlebens be-trachtete.
Es lag noch reicher Vorrath von Stoff zu Werken da, die erausarbeiten wollte. Er zeigte mir seine Bemerkungen, auf einerReise durch Frankreich gesammelt, oder in Briefen, aus Paris imJahre 1805 an die Frau von Staiil, enthalten; Bemerkungenüber Italien auf zwei verschiedenen Reisen, in Briefen an seineKinder; Fortsetzungen seines Werkes über Latium, und philoso-phische Abhandlungen, die er in HicrcS geschrieben. Er warvon verschiedenen Seiten angegangen worden, seine Schriften voll-ständig gesammelt herauszugeben?) Auch das zu thun lag nochin seinem Plan.
*) Ein Verzeichnis alles dessen, was von ihm je im Druck erschienenwar, thcilte er mir einst in nachfolgender von ihm selbst geschriebenenNote mit:
1. Nebcrsetznng der Rede von einem Landammann vonGlarus, die ich im Jahre 1787 oder 1768 ans Verlangen de«