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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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welchen nachher August Wilhelm Schlegel würdiger befriedi-gen konnte.

Dies brachte zwischen dem Freund der Frau von Stael undmir eine kleine Verstimmung hervor. Ich hatte seine Anträge, ermeine Weigerung etwas übel gedeutet, während ihm jene dochnur durch das freundlichste Wohlwollen für mich cingegeben waren,und ich hingegen fühlte, es liege Unzartes darin, aus bloßemInteresse gegen eine mir fremde Person Verpflichtungen einzuge-hen, die ich für eine geliebte Bekanntschaft mit Freuden über-nommen haben würde. Inzwischen gerade dieser zärtliche Verdruß,mit den Erörterungen, zu welchen er führte, nestelte die Bandegegenseitiger Zuneigung unter uns unvermerkt enger zusammen.Wir blieben im Briefwechsel. Mehrmals besucht' ich ihn in Genf;er mich i» Aarau. Und nie verließen wir uns, ohne einandernoch enger anzugchören. Ich vergaß bei ihm meine Jugend; erbei mir sein Alter. Eigentlich sah ich ihn nie alt. Als ich dasletztemal zu ihm nach Genf kam, und ihn meine plötzliche Er-scheinung überraschte, begann er den Empfang mit freudigem Bei-fallklatschen; dann, ohne ein Wort zu sprechen, ergriff der achtzig-jährige Greis meine Hände zu einem Lust- und Ehrentanz. Zwei-mal walzten wir im Zimmer die Runde herum; darauf erst sankenwir einander an die Brust.

Ich will hier nicht von BonstetteuS schriftstellerischem Werthreden; nicht die Eigenthümlichkeiten seines Hellen Geistes und seinesherrlichen Gemüths schildern; nichts von seinem Sinnen undStreben zur Verbesserung des sittlichen und ökonomische» Zustan-des der Völker, namentlich des Schweizervolkes, sagen. DiesAlles bleibe demjenigen Vorbehalten, der früher oder später einmaldie Geschichte des merkwürdigen Mannes erzählen kann.

Mehr aber, als je einer der Lebensbcschreiber zu leisten fähigist, um Bonstettens liebenswürdigen und großartigen Charakter