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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
Entstehung
Seite
355
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Ich zweifle gar nicht, daß Sic in Riga Jedem gefallen wer-den; aber sehr, ob Sie dort sich selbst. Für Ersteres bürgtmir schon zum Theil die rosenfarbcne Stelle aus dem Brief Ihrestrefflichen Freundes; für Letzteres Hab' ich wahrhaftig keinen Bür-gen zu stellen, als wenn Sie wollen so gütig seinSie selbst.

6oa asm! (wenn ich fluche, so geschieht's in einer Sprache,die ich nicht verstehe, folglich gehört die Sünde zu den Unwiffcn-heitssünden) machen Sie endlich Ihrer Sclbstfolterung ein Ende.Sie rettet oder tödtet nichts, als ein heroisches Mittel, nämlichein liebetreues, frommes, wirkliches Mädchen, das am Morgensagt: Kind, arbeite und spare! Mittags: laß dir meine ein-fache Kost wohl schmecken! Abends-: ruh' an meiner Brustaus!

Adieu. Ich hoffe, Sie schreiben mir von jeder Poststation.Geben Sie mir auch die Reiseroute; vielleicht kommen Sie beiFreunden von mir vorbei.

Die Grüße Ihres Briefes, der sich apostolisch-panlinisch schließt,werden von links und rechts, zumal von meiner Frau, herzlicherwiedcrt.

I>. 8. Heute, Donnerstags den 3. Hornung 1828 Nachmittags3 Uhr 57 Minuten 17 Sekunden, traf Ihr Manuskript wohl em-ballirt, mit dem Siegelbuchstaben k versehen, glücklich bei mir ein.

18.

Nach Karlsruhe. 6. September 1825.

Ich rechnete noch immer heimlich, mein Lieber, auf Ihre Be-kehrung, das heißt, auf. Ihr Einkehren zu uns. Der diesjährigeSchweizersommer war so lieblich und warm, daß kein Mann desNordens vor seiner Rauhheit hätte schaudern können oder sollen.Allein die Götter und Jochmann wollten es anders.