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gehe, schickt er mir bloß Glossen, Notabcne's und Anmerkungenaller Art über meinen eigenen Brief zurück, und wie er endlichvon sich selber zu erzählen Miene machen zu wollen schien, brichter in die schmerzliche Klage ans, die mein ganzes Inneres durch-bohrte: „Heute fehlt es mir an Papier!" — Ach, sogar nichteinmal mehr Papier hat der Unglückliche; nicht einmal mehr soviel, ein Blättchen kaufen zu können, hat er! — Ich beschwöreSie, zeigen Sie ihm das Papier dieses Briefes; fragen Sie ihnunter der Hand, ob es ihm gefalle? geben Sie mir einen Wink,und ich schicke ihm ei» ganzes Ries. Ich bin seit dieser schreck-lichen Nachricht nicht mehr ruhig geworden.
Verzeihung! ich vergaß in der Bestürzung und Eil seinenNamen zu nennen. Seinen Taufnamen kenn' ich nicht; aber mannennt ihn Herr Jochmann. Er lebt gewöhnlich sehr zurückgezogen,er ist »och ein junger Mann, allein selbst artige Frauenzimmererscheinen ihm vergebens in allem Glanz ihrer Schönheit, alshätt' ihm schon eine frühere Liebe das Herz geraubt oder gebrochenAn Letzteres glaub' ich kaum, denn er ist zu sehr Philosoph, sichvom siebenzehnjährigen Flattergeist eines Mädchens länger, alssiebenzehn Minuten, betrüben zu lassen. Auch Hab' ich noch niein seinen Schriften (unter uns gesagt, er ist einer unserer geist-reichsten Schriftsteller und eignet sich zu einem trefflichen Historiker;aber lassen Sie es ihm um Gotteswillen nicht merken, daß Siedas wissen; er liebt, wie Kaiser Joseph, das Jncognito-Reisen!)also nie Hab' ich noch bemerkt, daß in seinen Schriften sich eineSpur von Bitterkeit gegen das schöne Geschlecht äußerte (und Siewissen, jeder Schriftsteller beschreibt sich doch zunächst in seinenBüchern unwillkürlich immer selbst). Statt dessen ist er voll un-auslöschlichen Grolls gegen die Pfafferei. Nehmen Sie sich daherin Acht, ihm zu sagen, daß nun in der Schweiz, die er lieb zuhaben scheint, die Priester wie in Luzern, so auch im Kanton Frei-