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. des unterstützten das Ansuchen in besonder» Sendschreiben sehrdringend.
Ich könnte nun freilich auch noch die Neuigkeiten von Europaund den übrigen Weltthcilen beifügen, wenn ich nicht vermuthete,Sie säßen persönlich in irgend einem dieser Welttheile, wo Siedann die Sachen besser wüßten, als ich. Im Allgemeinen willich, falls es Ihnen unbekannt sein sollte, nur bemerken, daß dieeuropäische Welt jetzt wie tollgewordenc Poesie aussieht, in welcherder gesunde Menschenverstand aus dem Kopf steht und mit denBeinen perorirt, den Himmel daher mit allem Göttlichen undEwigen unter seinen Fersen erblickt und den Koth über sich fürden wahren Himmel hält.
Man sagt mir eben, schon seit vorgestern (aber nicht vom17. Februar) laufe in Aarau das Gerücht, Oesterreich re. habeseinen Gesandten von Stuttgart abbernfen, weil der König vonWürtemberg sich weigere, den VerfaffungSvertrag mit seinem Volkaufzuheben, oder zu ändern. Ich halt' es auch für ein lahmesGerücht, weil es über vierzig Stunden gebrauchte, um über dieAarauer Brücke zu kriechen.
Mein geliebter H.in Wien schreibt mir, er wolle in dem
geistreichen Wien (es wird da viel guter Wein und Branntweinkonsumirt) keine Zeile mehr drucken lassen, denn seine zwei Sen-soren hätten ihm eine Nebersetznng grausam kastrirt. Der eine,ehemaliger Kaufmann, der kein Latein versteht, habe ihm latei-nische Noten ausgestrichen (vermuthlich behält er sie, um darausLatein zu'lernen), der andere von der Polizei habe ihm auf demdritten Bogen folgenden Pentameter gestrichen:
Und ein Esel schon bringt mir in Wallung das Blut.(Worin ich nichts anderes finde, als daß sich die Polizei undCensur von Herzen der Esel annimmt und sie lieb hat.)
Meine „Wirren des Jahrhunderts" sind in Wien verboten