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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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Schlaf, Esse» und Trinken vergessen möchte-ach, der Winter

ist mir wie ein Tag verflogen, und ich weiß nicht, was ich gethanhabe. Nicht weniger als ein Dutzend für mich höchst anziehenderEntwürfe liegen vor mir da, ich Hab' die Ausführung aller be-gonnen, die Liebe zu einem tödtet aber den andern. Ich willzu viel, und kann zu wenig. Andere werden durch ihre Thätigkeit,ich werde durch mein Wollen allein aufgcrieben.

Genug von mir, schon zu viel von mir. Ich selbst bin nichts,als der Entwurf zu einem Menschen, wie er sein sollte, und darumbin ich leider nichts.

Wo gehen Sie hin nun? Bleiben Sie auf deutschem Boden?Kommen Sic in die Schweiz? Gehen Sie nach Riga? Es warletzten Sommer ein Herr von Zökell aus Liefland bei mir, eindortiger Gütcrbesitzer, ein liebenswürdiger junger Manu, dem ichIhre Bekanntschaft wünschen würde. Er hat für die Zivilisationseines Volks den edelsten Willen. Wie steht's mit Ihrer Gesund-heit? Haben Sie die Missionaricn zu Paris satt bekommen?Es dünkt mich, Frankreich geht einer neuen politischen Krisis ent-gegen. Die Parteien treiben einander zu Eriremcn. Seit den miß-lungenen Insurrektionen zu Berfort Hab' ich viele der französischenFlüchtlinge bei mir gesehen, darunter einige sehr interessanteMänner, denen ich Gefälligkeit leisten konnte, auch den GeneralE..., einen Freund von Lafayette. Er weihte mich in alle Cou-liffengeheimniffe der französischen Staatsaktion ein, das heißt, inErbärmlichkeiten, wie sie immer hinter den Couliffcn eines TheatersVorgehen: Scipio setzt die Lorgnette auf, Solon medisirt, AleranderM. nimmt eine Prise und Krösus ist in Geldverlegenheit.

Ihren letzten Brief bewahr' ich, wie ein Kleinod. Er enthältköstliche Ideen. Hätten unsere Ultra nicht an allen Höfen, zu ihremeigenen Schutz, Aberglauben und Hierarchen-Schnörkel, Schwärmereiu. s. w. begünstigt, und dem gesunden Menschenverstand Still-