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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
Entstehung
Seite
337
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meine Neugier so sehr darauf hingewicscn haben. L'ltaUs psrI>a(lx Moreau hat mich inzwischen sehr belustigt, so wie in deutscherLiteratur des greisen Spann derber, naiver, gesunder Menschen-verstand, mit dem er aller Faselei der deutschen Hofschranzen undder Querköpfigkeit jetziger Minister und Lcgitimitätskrämer Trotzbietet.

Ich wünsche den Missionären Glück, daß sie eben nach Parisgekommen find, da Sie ankamen, um diese zu portraitiren. DiePariser, nach ihrer Art, accompagniren die heiligen Reden dieserUnsinns-Apostel mit Petarden-Knall. Damit wird wenig ausge-richtet werden. Ein Bild nach dem Leben gezeichnet, von IhremPinsel, wird anders und tiefer wirken; denn das vsrdum De!(Vernunft) maust in selsroum.

Unter den Fremden, die mich Ende Jahrs besuchten, war auchder Oberst Gustavson (gewesener König von Schweden, GustavAdolph IV.), der Sie vielleicht in psychologischer Hinsicht interessirthätte. Er hielt sich bei uns Aarauern etwa sechs Wochen langauf und versprach mir, wieder zu kommen. So viel ich ihn kennenlernen konnte, in unser» anfangs kühlen, nachher sehr warmenUnterhaltungen, ist er, und' dabei bleib' ich, ein guter, ja einedclstnniger Mann, in vielen Dingen von recht königlicher Gemüths-art. Er ist nicht ohne Kenntnisse, aber die find fast zu oberflächlich;er ist nicht ohne achtbare Geistesanlagen, aber sie sind durch Er-ziehung verhndelt. Er selbst klagte mir über die Erziehung, dieihm sein Vater Gustav in. gegeben, der, um ihn recht zu ver-schwedcn, ganz von der deutschen Literatur abzog, ihm seinedeutschen Lehrer nahm, und ihn zu früh in die Staatsgeschäftehcrübcrzog. Er hat fast zu viel Bescheidenheit, zu wenig Vertrauenin sich. Dies macht ihn aber nicht, wie gewöhnlich, zmn WerkzeugAnderer, sondern argwöhnisch oder mißtrauisch gegen Andere undeifersüchtig auf seine Selbstständigkeit. Diese handhabt er dann oftZsch. Ges. Schr. 32. Thl. 15