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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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zu heben. Ein Kranker bei einem Kranken ist zweimal krank..Hab' ich Gesunder mich doch zu Paris im Hotel des Invalid'«;» fastverlegen gefühlt, daß ich Arm und Bein noch am rechten Orte hatte.

Von mir weiß ich wenig zu erzählen; es ist das alte, schöneEinerlei bei uns. Ich mache jetzt viele Amtsreisen. Vom sechs-tägigen Bergklettern vorige Woche in den Wäldern kam ich bei-nah kreuzlahm heim und fühle mich jetzt-dreimal gesunder. Ichwar auch in Eglisau und sah nach Salz bohren, aber nur Kothzu Tage kommen.

Lassen Sie mir seiner Zeit wissen, wie Ihnen die Molkenkurund Alpenlnft bekömmt? Nicht, daß Sie mir darüber schreibensollen, ich werd' es schon der Physiognomie Ihres Briefs anschen.

Ich wollte, wenn Sie wieder zu uns kommen, Sie träten miteiner hübschen weiblichen Figur zu uns in den Garten und sagten:das ist mein Weib. Keine Arznei würde Ihnen wohler thun;nur daß man bei solcher Arznei leicht Gefahr läuft, in Verwech-selung der Farbe, Höllenstein statt Engelsüß (oder Lakrizen) zugreifen.

Wir haben jetzt das prächtigste Wetter; ohne Zweifel Sie auch.In meinem Gartenhag blühen bei vierzig Arten Rosen. Ach, daßdie Rosenzeit so flüchtig ist!

Leben Sie wohl! Trinken Sie viel, baden Sie viel, spazierenSie viel, — kommen Sie vor Arbeit nicht zu Odem, bis Sie er-müdet einschlafcn, oder mir einmal melden, wie es geht.

3.

Nach Untersecn. 4. Juli 1821.

Da haben Sie's nun! Die Grippe aus unserm Alpen-Vene-dig! *) Ich habe Sie gewarnt; Berner Arkaden sind kein Arkadien

°) Bern.