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wie mir, nicht ganz wcrthlos zur nähern Kenntniß des edeln Man-nesscheinen, und wenigstens einem künftigen Nekrolog dieses Schrift-stellers einigermaßen zum Hilföstoff dienen.
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Nach Bern. 8. Juni 1821.
Wohl ein paar Tage früher schon hält' ich Ihnen schreibenkönnen, wenn mich die Sitzungen unsers Großen Rathes nicht ausder gewohnten Ordnung und Einfalt des Lebens gerissen hätten.Das tägliche Einerlei ist mir ein so hohes Bedürfniß, wie Ihnendas täglich Abwechselnde der änßcrn Umgebungen. Sie suchenZerstreuung; ich Einsamkeit. Ihr Physisches kann sich nicht rechtdem Nordischen, nicht recht dem Südischen akklimatisiren; meinPsychisches widerspricht eben so dem kleinlichen, leidenschaftlichenTreiben der Menschen in den obern und untern Regionen; und ichliebe die Menschen am innigsten, wenn ich sie am wenigsten inder Nähe haben muß. Vielleicht ist gerade dieser Gegensatz betuns beiden, was unS einander lieb macht; denn ich könnte unmög-lich ein alter e^o lieben; nur die ungleichnamigen Polen zieheneinander an.
Wegen Ihrer Reisebemerkungen seien Sie doch ohne Besorgnis«.Ich war ja der Erste so frei, Sie darauf aufmerksam zu machen,daß wir belehren können ohne zu kränken, und Sie schrieben nichtfür die Welt.
Beiliegend empfangen Sie auch die Antwort des Herrn Ober-försters Kasthofer. Sic werden daraus ersehen, daß Alles für Siein Ordnung ist. Im Fall der Himmel günstig sein will, versuchenSie doch dann auch ein paar Tage in der hohen Einsamkeit vonHerrn Kasthofers Alpen zu leben. An ihm selbst werden Sie einenbraven, edeln Mann kennen lernen.