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erschöpfen, um einmal den transatlantischen Staaten gegenüberzu-stehen, wie die barbarischen lisxuii der alten Welt den Römern.—Gott erhalte Ihrem Vaterlande die Selbstständigkeit, die des Aus-landes Achtung verdient, und die Kraft, die sie erwirbt. Miteinem von beiden allein würden Sie schwerlich lange ausreichen.
Mir ist jetzt ungefähr wie Ihnen, als Sie einst in den Tui-lericn das Nahen des Frühlings fühlten, und sich in die Bergezurücksehnten. Ich kann das gute Wetter kaum erwarten, das dieLandstraßen trocknen soll, um mich auf den Weg zu machen. Soherrlich der Herbst und der Winter in diesen Gegenden sind, sounerträglich ist hier die Jahreszeit, in der anderswo der Frühlingzu erscheinen Pflegt. Negenströme und kalte, schneidende Nord-winde wechseln ab. Ein Drittes kennen wir seit drei Wochennicht. Zu meinem Tröste lese ich in Ebels Handbuch, daß derMai in der Schweiz gewöhnlich gutes Wetter mitbringt, und ichfreue mich auf das frische Grün Ihrer Wiesen und Wälder. Dernackten Felsen und der blassen sogenannten immergrünen Olivenbin ich herzlich satt. — —
Wie gesagt, ich beklage, von Jochmanns Briefen nicht mehraufbcwahrt zu haben. Sie würden mir znm lebensgeschichtlichcnBilde von ihm die treuesten Farben geliefert haben. Er war sorg-fältiger mit den mcinigen gewesen. Ich fand sie in seinem litera-rischen Nachlaß wieder, den er mir vererbte, und crrieth aus ihnenzum Thcil die Gemüthsstimmungen wieder, in denen er sich vonZeit zu Zeit zu mir gewandt hatte; die Gegenstände, mit welchensich sein arbeitsamer Geist beschäftigte; die Orte und die Zeitenseines wechselnden Aufenthalts. — Sic sind freilich ein dürftigerErsatz für die scinigcn. Dennoch will ich einige derselben mit-theilen; sie werden seinen zahlreichen Freunden aus gleichem Grunde,