sonderbaren Ereignisse gewesen, die Europa mit Furcht und Hoff-nung, Angst und Freude erfüllt haben, und werde Ihnen desWunderlichen viel, deö Tröstlichen wenig zu erzählen haben. Indiesem Augenblicke ruft man unter meinem Fenster: »Is Ln Ln Inßrsnds oonL/,r>-rr-on ck'llsliv« aus, und in einem mit obrigkeit-licher Erlaubniß und folglich Billigung gedruckten Bulletin überdie Katastrophe in Neapel heißt es: »guo Pepo svsitempörte In esisse cke I'armee.« Der Schrecken hatte zur Ver-nunft geführt, dem Siege folgt der Uebermuth. Das ist — nichtin der Ordnung, aber in der Regelt
Eine trübe Ucberzcugung habe» meine Beobachtungen und dieEreignisse der letzten Zeit in mir befestigt, nämlich diejenige vonder Nnversönlichkeit der Parteien, die sich in unser», Wclttheilegegenüber stehen. Ich tröste mich mit Amerika, für das vielleichtalle diese Bewegungen eigentlich berechnet sind. Die Geschichtescheint zu dieser Ansicht zu berechtigen; denn sie lehrt, daß dieZivilisation niemals auf demselben Boden kcimie und blühte. Ausdem östlichen Asien wandelte sie nach Aegypten und dem süd-lichen Europa; von da in das nördliche, und jetzt treibt derStrom mit Macht nach Amerika, wohin die neuen Ankömmlingenichts mitbringcn, als die Künste und Wissenschaften der altenWelt; ihre Narrheiten und Dummheiten und Vorurtheile in derHeimat zurücklaffcnd. Herr v. Wägern hat freilich angefragt, wasdenn wohl ein deutscher Freiherr in Amerika besonders zu erwar-ten habe? aber nichts Tröstliches zur Antwort erhalten, nämlicheben nur die Sylbe „Nichts". Während man sich in Europaabmüht, um die Vernunft aus einige» Fclscnncstern der südlichenHalbinsel zu verjagen, schlägt sie jenseits des Ozeans mächtigeWurzeln in einer Provinz, deren natürlicher Reichthum den unsersganze» Wclttheils übertrifft, und es mag wohl sein, daß die euro-päischen Dynasten sich nur darum in Kongressen und Feldzügen