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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
Entstehung
Seite
318
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solle» ebenfalls vortrefflich sein. Es läßt sich erwarten, da Wohlnur wenige so geistvolle Männer den großen Begebenheiten so nahestanden. Ich freue mich herzlich aus seine Bekanntschaft, die ichwohl erst in Paris werde machen können. In Berlin konnte ichvon meiner Adresse keinen Gebrauch machen.

Das Beste und Neueste über Theologie soll von einem Juristengeschrieben sein, dem preußischen Kriegs- oder RcgierungSrathe(die verwünschten Titel laufen mir immer aus dem Gedächtnisse)Palzow. Er hat zwei Werke hcranSgegebe»; das eine über dieVereinigung der beiden protestantischen Kirchen, das andere all-gemeiner» Inhalts. Man wundert sich über den Druck dieserBücher; das läßt etwas Gutes von ihrem Inhalt erwarten.

Ich habe Ihnen von guten Büchern schreiben wollen. Es istnicht meine Schuld, daß ich meistens älterer Werke gedacht habe.Etwas ganz Neues will ich Ihnen aber doch melden. Herr Pro-fessor Steffens hat in seiner neuesten Schrift über die Organedes Staates die Entdeckungen gemacht, daß die Deutschen all' ihrHeil von stillen Thaten, dergleichen er ihnen cifrigst anräth,zu erwarten haben, und daß der Adel nichts sei als die Indivi-dual! sirung der Person. Ich bin nicht so glücklich, das zu verstehen.

Noch will ich Ihnen eine Begebenheit mittheilen, die sich vorwenigen Monaten in der Nähe von Berlin zugetragen hat undderen Wahrheit bei aller ihrer Abenteuerlichkeit, in Folge dersorgfältigsten gerichtlichen Untersuchungen, vollkommen dargethanist. Mir hat sie der ehemalige Stadtrath Friedländer ans Ber-lin erzählt, mit dem ich auf de» Ruinen von Tharand zusammen-traf und einige um so glücklichere Stunden verlebte, da er mirvon seinen Zeitgenossen Lessing, Nicolai, Moses Mendels-sohn und andern manches Anziehende und Merkwürdige zu sagenwußte.

In der Nähe von Berlin lebte auf seinem Gute ein Herr v.