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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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großen Quantität und läßt von dieser zweiten in verkommendenFällen einen Tropfen nehmen.

Das ist, wenn Sie Wollen, Hahnemanns System. Sehr ein-fach ganz gewiß, vielleicht aber nicht immer weniger solgcrcich.Die wissenschaftlichen Zeitschriften sollen darüber in der Regelschweigen, oder spotten. Das ist erklärlich. Der Laie aber, dersich eines UrtheilS enthalten muß, dürfte sich nicht allein durchdie Begreiflichkeit dieser Methode und die Unbegreiflichkeit derältcrn, sondern auch durch mehrere Nebenumstände, die der SacheGewicht geben, zu einem günstigen Vornrthcile bewogen fühlen.

Hahnemann ist zuvörderst ein gelehrter Arzt, ein bejahrter,ein vermögender und ein anerkannt rechtschaffener Mann. Es läßtsich Also im Zweifel unmöglich annchmcn, daß seine Ansichten etwader Kompendien-Blähung, wie sie junge Leute von Universitätenoft mitzubringen Pflege», der Unwissenheit, der Charlatanerie oderder Habsucht ihren Ursprung verdanken; der letzter» zu dienen,möchten sie ohnehin schwerlich geschickt sein.

Für ihn sprechen ferner nicht nur die Erfahrungen, die er durcheine lange und ausgcbreitete Praris im Allgemeinen erlangt, son-dern auch besondere Erfahrungen, die er sich durch Versuche er-worben. Versuche, die er nicht, wie junge Aerzte an ihren Pa-tienten ohne Unterschied, sondern an sich selbst, und an einigenFreunden, die Zutrauen zu ihm hatten, in gcsnndem und krankemZustande gemacht hat.

Endlich lachen ihn freilich die Apotheker aus, aber HahnemannsPatienten lachen auch, und zwar noch mehr; denn sie werden ge-sund. Was man von dem Erfolge seiner Kuren sagt, grenzt inder That an das Wunderbare. Setzt man aber auch die Hälftedieser Sagen auf die Rechnung einer dem Menschen eigenthüm-lichen Leichtgläubigkeit (Gerngläubigkeit möchte ich leider sagen):so bleibt doch noch genug übrig, um die Sache einer größer» Auf-