Erinnerung an seine jugendliche Befehlshaberschaft auszulöschcnvermag. Daß er unter andern, zur augenscheinlichen Gefahr allerEinwohner und z»m Verderben aller zahlreichen Kranken seinereigenen Nation und der Stadt, mitten in dieser seine Truppen ansdem Nenmarkte im Feuer ererciren ließ, darf ihm kaum nochznm Vorwurf gemacht werden, nachdem ein deutscher König, imtiefen Frieden und in seiner eigenen Hauptstadt, dem Beispielegefolgt ist. Sic werden vielleicht von dem glorreichen Manövergehört haben, das, nur zwei Tage nach meiner Abreise, in denStraßen von Berlin statt gefunden hat. Augenzeugen von daherhaben mich versichert, daß man auf das muthigste unter denLinden aus einer Batterie von acht Feldstücken und unzähligenFlinten gefeuert, auch einen glorreichen Sieg über mehrere hundertDutzend Fensterscheiben und einige arme Kranke, deren Tod derSchrecken verursachte oder beschleunigte, sehr wohlfeil mit einemeinzigen Adjutanten, der vor Eifer den Hals brach, erkauft habe.Man hat die Fensterscheiben mit etwas mehr als 1000 Th. be-zahlt, und damit ist offenbar alles gut gemacht, obgleich Uebcl-gesinnte ungcscheut die Hoffnung hegen, daß sich der liebe Gottzu seiner Zeit die gefährdeten Menschenleben ebenfalls werde be-zahlen lassen. Ich, meines Theiles, bin sehr geneigt, die ganzeGeschichte für eine Conspiration der Glaser zu halten und hoffe,daß die Herren v. Schmalz und v. Ancillon diesem neuen Symp-tome der Tugend bald auf die Spur kommen werden.
Herr v. G. ward von seinen gefährlichen Hebungen durch Wei-gels Vorstellungen zurückgebracht, der dem wegwerfenden Tone desjungen Mannes, mit männlicher Festigkeit, die Stimme der Hu-manität, die auch für russische Verwundete sprach, seine Pflicht alsAufseher der Hospitäler, Repnins Wünsche, und endlich, da allesdas nichts fruchtete, des Kaisers anerkannten Edelmuth und denEntschluß, bei ihm Hilfe zu suchen, mit Erfolg entgegensetzte.