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Verdienst Raum geben, und jeden ausgezeichneten Deutschen darangewöhnen, von fremden Regierungen das Anerkennen seiner Ver-dienste zu erwarten und bei Fremden die Belohnung derselben, jasogar nur den Schutz, der jener Schuldigkeit ist, zu finden. Diesgeht oft bis ins Lächerliche, wie Ihnen einige mir nahe liegendeBeispiele beweisen mögen.
Weigel, ohnehin durch Charakter, Talente und Kenntnisse einsehr achtungswerthcr Mann, erwarb sich neue Verdienste um seineMitbürger durch die Dienste, die er ihnen während der schreck-lichen Periode leistete, in der Dresden und seine Umgebungender Schauplatz des Krieges waren. Er erwarb sich aber auch umunsere hilfsbedürftigen Landsleute große Verdienste, die von derrussischen Regierung durch zwei Ordensdekorationen anerkannt wur-den , und diese reichten hi», ihn zum Gegenstände des Hasses undder Verfolgung zu machen. Von Töplitz zurückkehrcnd, wo ernach der Schlacht bei Cnlm zu Verpflegung der verwundeten Rus-sen nach Kräften beigetragcn hatte, ward er auf Befehl Napo-leons aufgehoben, und von der französischen Armee, ohne daßihm irgend ein Vergehen zur Last gebracht wäre, mitgenommen,zuletzt nach Erfurt geschleppt. Hier schmachtete er, von seinerHeimat und Familie getrennt, ohne bei seiner Regierung, dertreuen Verbündeten Napoleons, Hilfe zu finden, obgleich ihr seineBefreiung so leicht gewesen sein würde; und er würde vergessensein, hätte er sich nicht an die Großfürstin Maria Pawlowna p.
in Weimar gewandt, die gern, wie immer, die Gelegenheit er-griff, einem braven Mann nützlich zu sein, und bei dem eben an-wesenden Könige von Preußen unverzüglich seine Auslösung gegeneinen französischen Obristen bewirkte. Diese Leiden söhnten indessenden sächsischen Hof um so weniger aus, da er sich durch die fremdeHilfe beschämt fühlen mußte, und das Unrecht ohnehin den un-versöhnlich macht, der es that. Weigel war seitdem der RachsuchtZsch. Ges. Schr. 32. Thl. 13*