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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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Farben geschildert hatte. Lieber ein Knecht sein unter denBauern/' versicherte er in gebrochenem Deutsch,als mitziehen!"und dabei bleibt er noch jetzt.

Was ich Ihnen bisher über Herrn von Stourdza gesagt, undwas ich über einige Neußerungen desselben Ihnen zu sagen imBegriffe bin, dürfen Sie für glaubwürdig halten. Ich weiß dieseAngaben aus dem Munde seines Arztes. Aerzte sind ohnehin dieBeichtväter unserer Zeit; aber wären sie es auch nicht, ein Mann,der wie Hofrath Weigel eben soviel Weltkenntniß als Gelehrsam-keit besitzt, dem sein Charakter und seine Bildung nicht wenigerals seine Kunst die Herzen der Menschen ans allen Ständen a»f-schließt, und der, unter den merkwürdigsten Menschen, die wichtig-sten Begebenheiten nicht theilnahmlos erlebte, ein solcher Mundverdient unter allen Verhältnissen Zutrauen.

Weigel selbst machte Herrn v. Stourdza mehr als einmal ansdie Unbesonnenheit aufmerksam, über ein ganzes Volk, ohne Kennt-niß seiner Sitten, seiner Sprache und Verhältnisse, so beleidigendabznsprechen, als er gethan. Eine Unbesonnenheit, wie sie sichkaum reisende Scribler auch über andere Völker erlauben, abervon einer solchen wesentlich verschieden und unverzeihlicher, als siedadurch, daß hier das voreilige und gehaltlose Urtheil in Formeiner Denunciation, als das Werk langer Erfahrung und tiefenNachdenkens, dem mächtigsten und wohlwollendsten Fürsten seinerZeit, und allen Kabinetten Europa's, Haß und Verdacht erregend,zngeeignct wurde. Dann klagte jener entschuldigend: dem KaiserAlerandcr sei in Aachen eine Unzahl gleichartiger Denkschriftendeutscher Verfasser überreicht gewesen. Zu wichtig habe ihm dieSache geschienen, um sie den übrigen Fürsten nicht mitzntheilen.Er, Stourdza, habe den Auftrag erhalten, die wichtigsten Be-hauptungen dieser vielen Eingaben in einer Denkschrift znsamnien-zustellen. Das und nicht mehr habe er gethan. Das herannahende