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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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Natur schnell und schmerzlos bezahlen zu lassen, ihm alle Schwä-chen und den Uebcrdruß des hinfälligen Alters zu ersparen, ihnder Beschimpfung eines täglich wachsenden Volkshasses zu entreißenund seiner schriftstellerischen Celebrität eine welthistorische hinzn-znftigen.

Von Herrn v. Kotzebue fuhrt mich eine Gedankenverbindung sonatürlich, als die vom Bogen zum Pfeile, auf Herrn v. Stourdza.Denn wirklicht scheint dieser Mann nur der Giftpfeil gewesen zusein, den kein anderer als Kotzebue schleuderte, und nebenbei einBemitleidenswerther, der sich zn einer Duodezeitelkeit verleitenließ, um eine Narrheit in Folio zu begehen. Kränklich und hypo-chondrisch, wie er ohnehin ist, scheint ihm gleich anfangs das Ge-fühl seiner Unbesonnenheit, seiner Gehässigkeit und seiner Mittel-losigkeit gegen die Stimme des allgemeinen Unwillens und dieAngriffe gewandter und kenntnißvoller Gegner, zehnfach drückendgewesen zu sein. Er kam nach Dresden, hauptsächlich wohl,um ärztliche Hilfe zn suchen. Hier führte er einige Wochen langein eingezogenes Leben, der Hinfälligkeit seines Körpers und derUnruhe seiner zerrissenen Seele zusagend. Des Grafen Buchholzbekannte Ausfordernng machte ihn noch unglücklicher; sei» Klein-muth aber wuchs, als ihm Kotzebue's Schicksal zu Ohren kam,und seine Angst stieg auf das Höchste, als ihm ein anonymer Briefden 23. April als den Tag seines eigenen, gewaltsamen Todesaukündigte. Jetzt blieb er noch vierzehn Tage nur den vertraute-ste» Bekannten zugänglich, bis er Dresden bei Nacht und Nebel,und mit einem, von dem russischen Gesandten unter falschem Namenansgcfertigten Passe, verließ. Er wohnte im Uütel äs koiogne,wo einer seiner Leibeigenen gegenwärtig als Hausknecht dient. Derehrliche Kerl, den sein Diensteifer und seine Gntmüthigkeit baldbeliebt gemacht haben, war durch nichts zu bewegen, seinem Herrnzu folgen und das Land zn verlassen, das dieser mit so schwarzen