haben es getha», ungeachtet der Jnquisttionsmiene, welche dieBehörden bei dieser Gelegenheit angenommen, ungeachtet derWhe des aus seinem Schlafe aufgestörten Bundestages, und un-geachtet des Verdachtes, der vergiftender als jemals und je un-gewisser, desto schrankenloser sein Wesen gerade jetzt und in jenerGegend treibt. Sie haben dadurch bewiesen, daß ste die öffentlicheNeigung für stark genug hielten, um alle diese Gefahren zu i'iber-wiegen. Kotzebue, sagen mir mehrere, die aus der Pfalz zurück-gekehrt sind, sei überall, wohin er sich gewendet, und auch inMannheim, der Gegenstand des öffentlichen Hasses gewesen; Sand,vom ersten Augenblicke an, der Liebling auch der Mannheimer.Allgemein bedaure man des Letztem rasche That — gegen sichselbst. Hätte er einen Wagen bestellt gehabt, sich auf ein Pferdgeworfen, so würde er Mannheim haben verlassen können, ohneein Hinderniß zu finden, ohne daß ihm ein Haar gekrümmt wäre.Dem Wunsche glaubend erzählt das Gerücht von einem Erbietender Juristen-Fakultäten in Bonn und Heidelberg zn seiner Ver-theidigung. Ich hoffe, es schenkt nur dem Mißtrauen Glauben,wenn es auch die Sage verbreitet, Struve (russischer Geschäfts-träger in Karlsruhe und auch ein Deutscher!) habe bei seiner An-wesenheit in Mannheim zur Tortur gerathen. Auffallender scheintcs mir, daß der Schleier des Geheimnisses, mit dem man den un-glücklichen jungen Mann und alle seine Umgebungen nun schon solange verhüllt, nicht ähnlichen Argwohn unmenschlicher Behand-lung erweckt und stärkt; und ich kann mir diese Erscheinung nurerklären, indem ich glaube, daß die Leute, ihre eigene Stimmungbei den Beamten voraussetzend, es für unmöglich halten, daß sichunter diesen die zur Vollführung des finstern Werks nöthige An-zahl Henker finden sollte. Den Herren, die hauptsächlich Kotzebue'Spolitisches Publikum ansmachten, würden sie dergleichen eher Zu-trauen; aber zu viel Aufsehen dürfte es, meinen sie etwa, erregen,
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