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32 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 5 (1854)
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295
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anderes Maß, als das der Beleidigung, und nur der verächtlichstenDummheit dürfe zugemutyet werden, die öffentliche Treue gegenden Verrath zu beobachten, der ihr abgeschworen. Wo die Willkürherrsche, da trete gegen ihre Diener billig Gewalt in die Schran-ken; und die Gesellschaft habe schon längst ihre Bande selbst ge-lösct, die ihren ersten Zweck, den Schutz aller Rechte, nichtmehr erreiche. Des deutschen Volkes Sache habe Sand geführt,die offenbar nicht länger die seiner Regierungen sei. Arglistig habeman in den Zelten der Noth Rechte anerkannt, die man heim-lich zu verabscheuen fortgefahren, und Versprechungen gethan,die mau zu erfüllen niemals Willens gewesen. Daß man das edelsteVertrauen und die gerechteste Erwartung, nachdem man sie hun-dertfach getäuscht, noch mit dem Beifalle aller, die in dieses VolkesUnterdrückung ihr Wohlsein finden, verhöhnt und dem wohlwollen-den Beherrscher eines mächtigen Nachbarstaates, als Gesetzlosigkeitund Empörung, verhaßt machen wollen, habe nur eine Thatvergeltender Verzweiflung zur Folge gehabt; eine That, bei dernichts zu bedauern sei, als daß ein so edles Leben an ein so ver-ächtliches gesetzt worden. Einige hundert Menschen, dem Urheberdieser That gleich, seien nöthig, um Schuld und Rache auszu-gleichcn."

Das klingt gräßlich; aber Sie werden gestehe», gräßlicher nochist, daß es nicht beantwortet werden kann von denjenigen, die ihrGift eben so treulos anwandtcn, als Sand seinen Dolch. Dieheftigsten Reibungen zwischen dem alten Besitzstände und dem neuenRechtgefühle haben in diesem unglücklichen Lande alles in Parteiengeworfen, und geht es so fort, so fürchte ich, es wird bald jedeStimme Gehör finden, nur nicht die der Vernunft.

Mannheim ist das Ziel aller Ferienreisen gewesen, und nichtbloß Studenten, Personen aller Stände haben sich, aus entferntenGegenden Deutschlands hingedrängt, um Sand zu sehen. Sie