erkennen geben, als das lauteste Wort nur th»n kan», eignen sichdafür noch weniger.
Keine Frage ist noch so oft an mich gerichtet worden, als die,wie man die Nachricht von Kvtzcbue's Tode in Rußland aufge-nommcn? Nie aber wird sie mit dem geringsten Anscheine vonBesorgniß, immer vielmehr mit einem so lauernden, lächelndenWink gethan, als denke man mir ein recht widerliches Thema mitPosaunenbegleitung vorzuspielcn. Freilich setzt cs sehr falsche Vor-stellungen von unserm Vaterlande und seinen Bewohnern voraus,wenn man glaubt, des Kotzebue werde bei uns nur mit dem tief-sten Schmerze der innigsten Theilnahme, des Sand mit Abscheuund mit blutdürstiger Nachsucht gedacht; in der unglücklichen Thatselbst nur der erste Schlag einer ausgebrcitctcn Verschwörung, undüberhaupt in dem ganzen Vorfälle eine Staatssachc erkannt.Solche Gefühle sind vielmehr nur an den deutschen Höfen und beiden deutschen Miethgelchrten zu Hause; das Volk aber betrachtetziemlich unverhohlen diese That als seine Sache. Vergebenswürden Sie hier, wie ich in der Regel gethan habe, um IhreUnbefangenheit zu behaupten, die Persönlichkeit jener Unglücklichenvon der That trennen, dem Urtheile über eine» dieser Gegenständekeinen Einfluß auf das über den andern einräumen, und ungeachtetsowohl der anerkannte» Schlechtigkeit des Handwerks, das derErmordete trieb, als der reinen und uneigennützigen Beweggründedes Mörders, die Schlechtigkeit der That als solche» aussprechen,vergebens darauf dringen wollen, daß eine solche That die unent-behrlichste Grundlage aller menschlichen Gesellschaft, die öffentlicheTreue erschüttere, und daß es thöricht sei, eine bessere Ord-nung der Dinge auf dem Wege erringen zu wollen, der zur Zer-störung jeder Ordnung führe. Man wird Ihnen antworten:„Die Ereignisse einer ungewöhnlichen Zeit ertrügen den Maßstabdes Compendiums nicht, am wenigsten dulde die Vergeltung ein